Freitag, 23. Mai 2014

In eigener Sache - Einladung zu meiner Ausstellung "GEHEIMNIS" - Berlin



KUNST  training | coaching | therapie |  SPIEL 


 




Einladung zu meiner Ausstellung "GEHEIMNIS" - in Berlin 


+++ In eigener Sache! +++


Ihr Lieben Alle,

ich lade Euch, Sie & Dich ein...

zu meiner Ausstellung
GEHEIMNIS - Ausstellung I.
30.05.2014 - 13.06.2014




ORT: Kapelle am Urban, Grimmstrasse 10, 10967 Berlin - Kreuzberg



Vernissage am FR/ 30.05.2014 | 19:00 - 23:00
Finissage am FR/ 13.06.2014 | 19:00 - 23:00




Mit feinem Rahmenprogramm! - siehe unten 



Ich freue mich auf alles, was & wer da kommen mag!


HerzLicht Gunilla Göttlicher
alias Lumi Divinior 






Dank an Leo Auri & alle lieben Mitwirkenden! 


 

Freitag, 31. Januar 2014

Events & Workshops | TeilnehmerStimmen



Kunst training | coaching | therapie SPIEL 




Events & Workshops | TeilnehmerStimmen


Ich fühle mich sehr gesehen und geehrt von an meinen Aktivitäten teilnehmenden Menschen, die mir ein Feedback gegeben haben - 

...hier ein paar Auszüge  - Allen möchte ich meinen ergebensten Dank aussprechen! 



gunillas göttliche
    performance :

    kompetent und leidenschaftlich

    mitreißend und berührend

    bunt und lustig

    manchmal ein wenig laut

    aber mit leisen wurzeln

    in der tiefe

    die eh keiner aushält

KG | Lehrerfortbildung, 2011



"Liebe Frau Göttlicher, 
vor fast einer Woche lernte ich Sie bei unserem Mitarbeitertreffen im Krankenhaus (...) kennen und bis jetzt sind Sie mir jeden Tag in so vielen Bildern in die Gedanken gefallen, am gestrigen Nachmittag ebenso, denn da besuchte ich dort Patienten! Während der ersten Zeit unserer Begegnung, da war durchaus ein Zögern in mir, eine große Kritikbereitschaft, wohl auch die übliche rasche Urteilsneigung. Ja und dann begann die sich aufzulösen, als ich merkte, was ich da auf Sie projezierte - und durch diese Bewegung änderte sich Grundlegendes. Ich begriff tröpfchenweise von welcher Lebendigkeit Sie prallvoll sind und es war ein so farbenfroher Teppich, den Sie ausrollten, in Ihnen wohnen wunderschöne Anstöße, die Sie denen im Kreise reichten und die waren dazu leicht verdaulich und ich erlebte die Situation so, als würden Sie ganz leicht diese fremde Gruppe zu einem Tanz auffordern, der feinst gewebt, auch in der Luft lag. 
Tja und dafür möchte ich mich bei Ihnen bedanken, Ihr Da-Sein wurde zu einem Geschenk, das leuchtende Spuren hinterlassen hat. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie all' die guten Gefühle und Schwingungen in sich bewahren können damit die weiterfließen. Alles Liebe"

DW | ThinkfeelTank für Ehrenamtliche, 2014

"Liebe Frau Göttlicher,
Ihr Auftritt im Klinikum (...) in unserem Mitarbeiterkreis wirkt bei mir anhaltend nach. So viele Anregungen und so viel Schwung spüre ich noch immer. Doch es war wunderschön eindrucksvoll!
"


IP | ThinkfeelTank für Ehrenamtliche, 2014 



Herzlich Ihre & Eure GG | praxis für ästhetische erfahrung
 
 
  
Eine Kollegin wagte ein aufrichtiges Feedback für mich als Kollegin, 
Mensch und auch Freundin...

"Eigenschaften: heterogenes Wesen in einer homogenen Masse, macht den Freiheitsgedanken greifbar - obwohl dieser Gedanke angstauslösend wirkt, inspirierend, manipulierend, meint es gut (man erahnt es nicht sofort), extrovertiert bis total introvertiert; macht Selbstreflexion emotional greifbar; hält Stillstand kaum aus; provoziert und sucht gleichzeitig nach Wegen; um es mit ihr auszuhalten, ist es wichtig, Fragen an die eigene Person zu stellen; inspiriert mit Ideen und Farben; stukturiert ihr Chaos und das Chaos der anderen ausnahmslos; liebt die Maskerade - ist Clown und Prinzessin in einer Person - man denkt immer, die Zeit ist unbegrenzt und man hätte unendlich viel davon - leider nicht! Lebensmotto: Alles ist interessant - Sinnhaftigkeit & Blödsinn!"
 
 GS | Psychoonkologin, 2014

Thanks web for fish-pic! | pic by a wonderful photographer!

Samstag, 21. Dezember 2013

praxis äe wünscht: besinnliche Weihnacht & feinen Rutsch ins Neue 2014!


Froh-besinnliche Weihnachten 2013 & 
ein heiter-aufregendes Jahr 2014 
wünscht von Herzen 

Ihre & Eure Gunilla Göttlicher | praxis für ästhetische erfahrung - Lebenskunst jetzt!



Komischer Vogel im Weihnachtsrausch der ersten Rauhnacht 
aus der Serie "Komische Vögel" (Objekte aus Stofffetzchen, imperfekt aber vollkommen) 
von Gunilla Göttlicher, 2013.



Fotos: GG & AM, Danke:)

Samstag, 23. November 2013

Event & Performance | Radioonkologietag


Im Auditorium eines Klinikums | Land Brandenburg 

 
KUNST training | coaching | therapie SPIEL 


*Programmpunkt 
art-Performance | "Schau mit beiden Augen, schau..." - Kunstwelten
+ 

Mitwirkende: 
GS (Psychologin/ Psychoonkologin) &  
GG (Kunsttherapeutin/ Klangkünstlerin
Klangteppich: Leo Auri (Musiker, Komponist, Sounddesigner) 
 http://leoauri.com/
Fotos: von unserer kleinen Assistentin CB. 
Gedicht: Hilde Domin, Nur eine Rose als Stütze
http://www.deutschelyrik.de/index.php/nur-eine-rose-als-stuetze.html

gemeinsam gefundener Titel: 
Hunger auf Farbe im Leben - man muss sich was einfallen lassen !!!

 summary 

Unsere Ausgangsfrage war diesmal wieder - Wie kann eine künstlerisch(-therapeutische) Einlage aussehen, in der man den TeilnehmerInnen (TN) eines medizinischen Symposiums - am Ende der Veranstaltung - etwas mitgeben möchte, das für sie selbst schön, berührend und inspirierend sein kann? 

Unsere Antwort darauf war erneut: Mittels Aktivierung der Sinne durch live-painting, verführerischem, und für diese Veranstaltung neu komponierten Klangteppich, und der Rezitation eines diesmal rötlich-zarten Gedichtes – ebenso eines aktivierenden Momentes für die TeilnehmerInnen, ihre Gedanken/ Wahrnehmungen/ Assoziationen während des künstlerischen Prozesses auf Papier festzuhalten - um am Ende & miteinander einen Titel für das entstandene Bild zu finden (Partizipation). 

Geäußerte Gedanken und Assoziationen zur Titelfindung der TeilnehmerInnen: 

Besonders berührt war ich (GG) von einer Teilnehmerin, die all ihren Mut zusammen nahm, um ihre Gedanken und damit persönliche Geschichte zu erzählen...sie ist selbst schwer erkrankt, berichtete sie uns später. Sie stellt sich seither viele Fragen...

+ Probiere was Neues aus
+ Manchmal bricht der Ast, auf dem Du sitzt und Du fällst 
+ was ist JETZT dran?
+ Warum geschehen die Dinge...?
+ Doch es ist gut
+ Es ist eine andere Tür und ich gehe hindurch
+ Verletzlichkeit durch das Federkleid
+ Vergänglichkeit
+ Wie sieht die Zukunft aus?
+ Die Rose piekst
+ Man muss sich halt was einfallen lassen 
+ Hunger!!! (auf Leben/ Farbe im Leben:)
+ Das Leben ist Veränderung
+ Das Farbenspiel 
+ so wie das Leben so spielt
+ Komme aus Deinem Käfig raus
+ Eis-Blume - Fleur de la glace 

Der Titel des Bildes lautete also: 
Hunger auf Farbe im Leben - Man muss sich was einfallen lassen !!! 
 
wie wahr, wie köstlich! 
 

Mein Resümee: Eine für mich und uns rundherum gelungene Veranstaltung (ich spreche v.a. von der art-Perf.), mutigen & motivierten TeilnehmerInnen, einem tollen Titel und der 
LUST & INSPIRATION, noch mehr Menschen damit erreichen & berühren zu können...
DANKE an Chefarzt SK sich so mutig & offen auf unsere art-Performance einzulassen, 
das so freundliche und hilfsbereite Veranstaltungsteam, den begeisterungsfähigen Moderatoren GZ und unsere Fotografin CB!

Herzlich Ihre 
GG, GS & Leo Auri

+

Impressionen der Veranstaltung
























 Fotos: CB

Mittwoch, 26. Juni 2013

Serie - vom leben & vom sterben | Gedanken zu Menschen I.

KUNST training | coaching | therapie SPIEL 



Serie - vom leben & vom sterben | Gedanken zu Menschen I. 
 
Be a lamp, or a lifeboat or a ladder. Help someone's soul heal.

Rumi



Ich möchte hier von Menschen schreiben – Menschen, die mich berührt haben. Einfach weil sie klasse sind, irgendwie wunderbar, manchmal etwas überirdisch. Ich denke über die Begegnung mit Ihnen nach, und sie wird bleiben, ich werde sie nicht mehr vergessen.

Ich arbeite als Kunsttherapeutin im Rahmen von Palliative Care in Kliniken. Meine PatientInnen, mit ihren Angehörigen, sind Menschen mit einem schicksalhaften Leben – sie lassen mich für einen kürzeren oder auch längeren Moment teilhaben – manchmal darf ich mehr als eine Therapeutin sein – eine Zeugin, gar eine Freundin. Manchmal komme ich nachhause und bin so unendlich berührt von diesen Menschen...es sind weniger die traurigen Momente und Seiten – wie Sterben und der oftmals kurz bevorstehende Tod – als vielmehr die großen, weil so lebendigen Momente des menschlichen Daseins. An ihnen habe ich immer lange zu „knabbern“, von ihnen möchte ich hier berichten. 

+ 



Brüderchen & Schwesterchen 



Heute begegnete ich einer Schwester, wie ich sie mir immer gewünscht habe, und nie hatte... sie ist die Schwester von einem etwas jüngeren Bruder, der bei uns auf der Palliativstation liegt. Ich wurde schon im Vorfeld behutsam von der leitenden Krankenschwester unserer Station auf die Begegnung mit diesem besonderen jungen Mann vorbereitet, durch Bilder von seinem Gesicht – wie er einst aussah und was mich heute in seinem Zimmer erwartet. Ich muss gestehen, ich war geschockt, als ich die Bilder sah. Zuerst ein junger Mann mit leicht verschobener Gesichtshälfte – harmlos, dachte ich, habe ich schon gesehen. Doch dann das zweite Bild – ich sah etwas, was mal wie ein Mensch aussah, noch einen Mund, ein Auge und eine Nase andeutete...und dann war da etwas, was ich noch nie gesehen hatte, es hatte sich von innen nach außen gekehrt, war seltsam unmenschlich, eher alienartig...Bilder aus Sciencefiction- oder auch Psychohorrorfilmen kamen mir in den Sinn...wer David Lynchs „Der Elefantenmensch“, „Star Wars“ -Wesen von anderen Sternen oder auch die Orks aus „Herr der Ringe“ gesehen hat, bekommt nun eine Idee. 



Die leitende Oberschwester bereitete türöffnend die Schwester auf mich und meine kunsttherapeutische Arbeit vor, und wenig später bekam ich zu hören, dass jene besonders die Arbeit mit der Seele begrüßen würde. Ein schöner Einstieg – ich fühlte mich gleich willkommen...



Ich hatte mich schon am Vormittag bei der Schwester vorgestellt – alles sehr liebevoll und irgendwie ruhig - gleichzeitig kamen die Großeltern, und ich sagte, ich würde wiederkommen, wenn die Zeit passend wäre.



Ein paar Momente später ging dann die Tür auf und ich konnte eintreten. Mir kam eine besondere Wärme entgegen, eine innere Wärme und eine Offenheit, ein inneres Stille-Sein. Ich sah den Bruder, sah ihn atmen, sah seinen völlig normal aussehenden Körper, seine porzellanartig, fast weißen und wunderschön grazilen Hände mit einem Titanring am Finger. Überhaupt schien mir der Körper sehr fein gegliedert. Ein ästhetisch schöner Anblick. Er war mal sehr schön, ihr Bruder, sagt sie.



Die Schwester erzählte mir, dass sie diesen besonderen Bruder schon immer liebte. Er kam zu früh, ohne genügend Fruchtwassernahrung und blau auf die Welt. Die Eltern zeigten – um die Schwester zu schützen – ein anderes Baby. Doch die Schwester sagte nur, sie wolle ihren Bruder sehen, egal wie er aussehe. Da begann die Liebe. Sie hält bis heute an und sie ist besonders. Der Film "Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa" von Lasse Hallström, kam mir in den Sinn - ich benannte meinen Gedanken, und natürlich kannte die Schwester diesen berührenden Film. 





Mir kamen Tränen. Er musste zweimal in der gemeinsamen Zeit urinieren; sie war dann mit der „Ente“ da, sagte, warte, halte noch aus – jetzt darfst Du loslassen und er ließ los. In ihrer Gegenwart ist er ganz ruhig. Er bekam durch eine große Spritze zu trinken – in die mundähnliche Öffnung – zuerst Tee, dann, als Belohnung, noch etwas geschmackvolles Lemonadiges, was er mag. Aber nicht Fanta, das würgt er wieder aus. Dann saugt sie liebevoll und aufmerksam die Mundöffnung nach überschüssigen Nahrungsresten ab – lässt ihn wiederholt schlucken, bis alles abgesaugt ist und es ihm wieder gut geht. Er äußert sich durch einzelne Worte und Gesten. Manchmal kommen ihm mehrere Worte, aber man muss schon viel Geduld haben, um zu verstehen, was er erzähle.



Seine Haare sind nach der einen Chemo ganz weiß geworden, berichtet sie. Als Andenken, habe sie welche aufgehoben. Wie Engelshaare sehen sie aus. Er war immer ihre „Ressourcentankstelle“ gewesen und jetzt wolle sie dies ihm zurückgeben. In der Pubertät wär' er wild gewesen, erzählt sie, hat ihm, weil er dachte, Flaschen (Filmrequisite aus Zucker) zerspringen wie im Film auf Köpfen, eine normale Glasflasche über den Kopf gehauen, die nicht zersprang. Zwei Tage Kopfschmerzen, zum Glück keine Gehirnerschütterung. Es ist ihm ein bisschen peinlich, er will nicht gerne, dass sie es erzählt – doch es gehört zu ihrer beider Leben mit dazu.



Sie denkt, er bleibt der Mutter zuliebe, weil sie ihn nicht gehen lassen kann. Bei diesem Satz bekommt sie feuchte Augen. Die Schwester hat sich schon vor längerer Zeit verabschiedet und kann ihn gehen lassen. Sie sagt, sie an seiner Stelle, hätte sich schon lange von dieser Welt verabschiedet, hätte nicht so lange durchgehalten wie er. Aber er ist ein Kämpfer, ist er immer gewesen. Er möchte schließlich noch Anfang August seine Verlobung feiern – ein Datum, das er sich selbst gesetzt hat.



Mir kommen Worte wie „Seelenverwandtschaft“ und „engelsgleich“ in den Sinn und ich spreche sie aus. Ich erinnere sie daran, auch und mehr denn je für sich selbst da zu sein, und das eigene innere und auch bedürftige Kind zu nähren – sie weiß das, nimmt es aber auch gerne an, lässt sich daran erinnern. Vielleicht wird sie eines Tages ihre Geschichte mit ihrem Bruder aufschreiben, um Andere daran teilhaben zu lassen. Heute geht das nicht, aber wer weiß... ich höre die meiste Zeit einfach zu, bin da.



Wir „verabreden“ uns für ein nächstes Mal und gehen unserer Wege. Sie lächelt mich an und ich merke, es kommt von Herzen. Sie ist da – sie liebt ihn, bis zum Schluss. Das ist sie ihm schuldig, das Äußere spielt keine Rolle, das innere Schöne, das sie kennt, zählt. Das Lachen, die Streiche, die herrlichen Geschichten, die sie derart zum Lachen gebracht haben, dass sie sich beinahe in die Hose gemacht hätte...das bleibt, sie weiß das. Obwohl sie ihm auch wünschen würde, dass er bald gehen kann. Er weiß das, sie ist ehrlich mit ihm.



Sie liebt ihn. Das ist wahr. Und er liebt sie. Geschwisterliebe.

Ganz ehrlich, so etwas habe ich noch nie gesehen und gefühlt....



Danke für diesen Augenblick!



Gunilla Göttlicher 
 

+++ Von Fischen +++ by Gunilla Göttlicher

Fische schwimmen im Wasser hin und her wenn ein Angelhaken kommt denken sie ersteinmal über dessen tieferen Sinn nach Erinnerung an Finnland, 2009