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Samstag, 3. Dezember 2016
Aschenbrödel und das Meer | Die Wandlung zum Unendlichen hin
Aschenbrödel und das Meer | Die Wandlung zum Unendlichen hin
Kunst(therapie) & Palliative Care
"My soul wandered, happy, sad, unending."
- Pablo Neruda
Neulich hatte ich das Glück, einem wunderbaren Menschen zu begegnen. Einem Menschen, der sich über meine mitgebrachten Inspirationen freute. Ich dachte mir nicht allzuviel dabei, lediglich, ob das Bild, das ich ausgesucht habe, Freude bringen könnte.
Ich hatte die Collage "shoe in the ocean - Aschenbrödel und das Meer" ausgesucht. Entstanden aus einer Melancholie heraus, einer Sehnsucht, die nicht gestillt werden konnte. Ich legte meine ganze Traurigkeit da rein. Aber auch meine schönen Inneren Bilder - von schillernden Märchenwelten.
Sie liebte es sofort.
Sie sah darin sich selbst, ihre Geschichte des kleinen Mädchens, an deren Arm gezerrt wurde.
Sie sah den Puppenarm, der ihrer Lieblingspuppe abfiel. Keiner konnte helfen, ihn wieder anzubringen. Dann verschwand er. Sie wurde in eine Pflegefamilie gegeben.
Hier tauchte er aus der Vergessenheit wieder auf, der geliebte Puppenarm.
Er war zu einem Teil des Aschenputtel-Schuhs geworden, der im Meer versunken war.
Sie wollte es sofort haben, fragte mich, ob ich es ihr überlassen würde. Ja, sagte ich.
Das nächste Mal, als ich sie besuchte, fragte sie mich, ob ich den Raum "öffnen" könne. Er wäre zu klein geworden, sie brauche die Idee der Unendlichkeit, der Öffnung zum Universum hin. Das Rund schränke sie ein, erinnere sie zu stark an eine Mutter, die keine war.
Ich erinnere mich, dass ich bei dem Gedanken an Unendlichkeit schluckte und mir heiß wurde.
Zuhause öffnete ich den Raum.
Ich ließ es geschehen, weil ich mit Denken und Konstruieren nicht weiterkam.
Immer wieder überkam mich Angst und Sorge, und ich fühlte mich überfordert.
Dennoch: ich öffnete den Raum.
Die ursprüngliche Collage blieb, ich baute einen Raum, um sie herum. Aus Insignien Karls des Großen, Fischen, Schmetterlingen, Gold, Neonrot und goldenen kleinen Sternen. Unter der Schuh-Collage befand sich nun ein wirklich unendlicher Raum - nur sichtbar für Menschen, die auch darunter blicken können.
Ich übergab es ihr.
Sie war gerührt. Ich auch, neben meinem Aufgeregtsein.
Ein schöner Moment - sie wollte es ihrer Lieblingsnichte vermachen.
Danke, lieber Mensch, dass ich an der Idee der Unendlichkeit teilhaben durfte.
Sie starb eine Woche später.
Ursprünglicher Titel: shoe in the ocean (Aschenbrödel und das Meer; 16.05.2016)
Auf Wunsch wurde der Raum des Bildes erweitert -
Erweiterter Titel: my soul wandered ... (nach Pablo Neruda, 24/25.05.2016)
Freitag, 9. Oktober 2015
Performative Kunsttherapie mit einer jungen Patientin der Inneren Medizin | von Freiheit und Gebundensein
„Wie ein
Vogel im Käfig“
oder: wie
man es für den Moment schafft, sich frei wie ein Vogel zu fühlen
Performative
Kunsttherapie mit einer jungen Patientin der Inneren Medizin
Im Frühling 2015 begegnete ich zum ersten Mal einer erstaunlichen und
inspirierenden jungen Frau Mitte zwanzig – voller Ideen und Pläne,
Schauspielerin zu werden. In ihrer Heimat ist sie bereits eine
gefragte Darstellerin.
Mit
ihr durfte ich eine meiner rührendsten Zeiten als Kunsttherapeutin,
und einfach als Mensch erleben...ich habe mit ihr zusammen begriffen,
dass man sterile, emotional eher negativ besetzte Orte - eine
Krankenhausstation der Akut-Medizin, gar eine Intensiv-Wachstation
(Stillstand – Traurigkeit - Tragik), in lebendige und auch herrlich
komische Orte verwandeln, und Situationen miteinander kreieren kann,
wo Momente der Schönheit entstehen! Sie können einem im erlebten Moment und dann in der Erinnerung ein Lichtlein im
Dunkel des Lebens sein.
Das Bild oben entstammt dem Film Sleepy Hollow, und zeigt ein Spiel der Optik - einen fliegenden roten Vogel auf der einen, einen Käfig auf den anderen Seite - bei schnellem Drehen der beiden Seiten verschwimmen die Grenzen - der Vogel scheint frei zu fliegen und gleichzeitig im Käfig zu sein. Ein Sinnbild für unser menschliches Leben - voller Freiheit und Gefangen,- Gebunden,- und auch Verbundensein.
Ich
bat sie um ein Feedback für unsere gemeinsame Zeit im Krankenhaus
(KH).
Und
hier ist es - sie bestätigte mir auch, dass ich die Bilder, die in unseren "Photo Walks" entstanden sind, hier veröffentlichen dürfe. DANKE, meine Liebe!
+
+
Meine
unvergessliche Zeit mit Gunilla Göttlicher
in einem Akut-Krankenhaus in Berlin
- von LE
Man sagt immer, dass es im Krankenhaus
schlimm, langweilig und traurig ist.
Das ist wohl wahr. Ich lag bald knapp 2
Monate in einem Berliner KH, und durchlitt sehr schwierige Zeiten.
Schlussendlich wurde ich Mitte Mai
endlich operiert.
Nach der OP plagten mich v.a. Übelkeit
und Erbrechen, wahrscheinlich von der Narkose. Ich lag etwa fast 2
Wochen auf der Chirurgischen Abteilung. Danach sollte ich eigentlich
zurück verlegt werden auf die Innere Station, doch ich landete auf
der Gynäkologie, eine völlig falsche Abteilung.
Mein Glück, stellte ich danach fest,
als die Schwester mich fragte, ob ich vielleicht auch gerne jemand
zum Reden hätte – da sagte ich nicht nein, weil ich das nach der
schweren Zeit doch sehr gut gebrauchen konnte.
Dann traf ich das erste Mal auf Gunilla
Göttlicher.
Mein erster Eindruck von Ihr war: „Wow,
was ist das denn für eine verrückte, lustige und aufgestellte Frau,
mit einem sehr speziellen Kleidungsstil!“ Ich weiß es noch
ganz genau, was sie so trug – ein ganz lustiges Kleid, das kann man
schlecht beschreiben, das muss man live gesehen haben. Nun gut,
jedenfalls hatten wir 1 Stunde zusammen über Gott und die Welt
gesprochen. Wir sprachen darüber, wie ich mich fühlte, dann kam sie
und sagte: „Wohl wie ein Vogel im Käfig“, was genau zutraf, so
fühlte ich mich. Danach sprachen wir noch darüber, was für uns
Freiheit bedeutet.
Nach diesem tollen und lustigen
Gespräch fühlte ich mich total entspannt, und einen Moment lang
vergass ich sogar, dass ich im KH lag. Ich dachte nur noch, dass ich
diese Frau unbedingt wiedersehen möchte. Sie sagte mir auch, dass
sie die Woche noch im KH arbeite, und definitiv nochmals
vorbeischauen würde.
Am nächsten Tag kam ich wieder auf die
richtige Station. Ein paar Tage später kam Gunilla wieder, und wir
hatten wieder ein tolles Gespräch, woran sich meine Bettnachbarin
auch gerne beteiligt hatte. So hatten wir ein nettes Gespräch zu
Dritt.
Nach der Woche musste Gunilla nicht
mehr im KH arbeiten, da sie nur die Vertretung von jemand Anderem
war. Sie kam jedoch trotzdem noch ein paar Mal zu Besuch. An einen
Besuch erinnere ich mich noch sehr gut -
Ich saß da, in der Cafeteria, mit einer guten Freundin, mit einer Bettnachbarin - da kam Gunilla dazu. Kurz darauf kam die Schwester meiner Bettnachbarin noch dazu, und erzählte eine schlimme Geschichte, man kann schon fast sagen, tragische Geschichte über ihre Mutter, welche im KH lag. Da kam Gunilla mit ihrem Smoothie, hat ihn zuvor geschüttelt, und wollte ihn öffnen, dann gab es ein Chaos auf dem Tisch, überall lag Smoothie – da musste ich doch schmunzeln, aber wollte zu diesem Zeitpunkt wegen der Geschichte doch nicht loslachen, obwohl mir genau danach war.
Gunilla bekam ein Angebot von Herrn
Professor [Anm. GG - der Inneren Medizin, im Akut-KH im neubegründeten Palliativbereich] zu arbeiten – das empfand ich als eine super
Idee.
Endlich trat für mich der langersehnte
Tag auf. Ich durfte Mitte Juni 2015 das KH verlassen, zwar nur für
eine Woche, aber ich war überglücklich, dass ich mal in meine
Heimat, die Schweiz, zu meinen Liebsten fliegen durfte.
Leider kam alles anders als geplant,
und ich konnte wegen meiner Gesundheit erst fast 2 Monate später
wieder zurück nach Berlin. Unverhofft landete ich kurz nach meiner
Ankunft wieder im Akut-KH, und hatte wieder eine sehr schlechte Zeit –
ich pendelte zwischen der Intensiv/ Wachstation und der Normalstation
hin und her. In dieser schlimmen Zeit war ich froh, dass Gunilla für
mich da war, jeden Dienstag kam sie vorbei, und unternahm etwas
Lustiges mit mir. Ich freute mich also immer auf den Dienstag.
An einem Dienstag lag ich ziemlich kaputt auf der Wachstation, als Gunilla kam. Sie brachte mich zum Lachen. Sie brachte mir eine CD mit Alpenklängen [Anm. GG - Kühe, Kuhglocken, Wiesengeräusche] drauf mit, das beruhigte mich sehr. Als ich zum CT musste, begleitete sie mich, sie musste dann noch eines dieser wunderbaren Spuckbeutelchen für mich holen, und rief ganz leise vor meinem Zimmer „Hallo – Hallo – Hallo“ [Anm. GG - um die Schwester sanft zu rufen, aber auch um die Patientin zu belustigen] - es hörte sich sehr lustig an, sodass ich bei dieser Aktion auch wieder schmunzeln musste, obwohl ich von Schmerzen und Übelkeit geplagt war.
Nach den Dienstagen war Gunilla jedoch
nicht aus der Welt – wir hatten reglmäßig auch in der Zeit, als
ich in der Schweiz war, Kontakt via Whatsapp.
Es gab Dienstage, da ging Gunilla mit
mir und meinem Rollstuhl raus spazieren – erst kauften wir uns ein
Getränk, was wir auf dem Weg tranken und erkundeten die Gegend
außerhalb des KHs. Wir erlebten dabei viele lustige Dinge, und
hielten die Momente fotografisch fest. Wir fuhren über die
Autobahnbrücke, und versuchten Seifenblasen auf die Autobahn zu
lassen - leider flogen sie meistens immer in die Gegenrichtung. Auf
dem Weg lagen einige Zeichnungen mit Aufschriften wie „I love you“
und einem Herz auf dem Boden, - das mussten wir gleich auch
fotografisch festhalten.
An einem anderen Dienstag fuhren wir
wieder raus, und erkundeten die andere Richtung. Wir schauten uns die
Häuser in der Gegend an – da stießen wir tatsächlich auf ein
fliegendes Blatt [Anm. GG - ein tanzendes, sich drehendes Blatt, an einer
Spinnwebe], was wir beide sehr lustig fanden [Anm. GG - und lange beim
magischen Tanz beobachteten, wie in einem Film].
An einem Dienstag holte Gunilla Ihr
Kunst-Utensil aus einem Besprechungsraum raus, und wir gingen in den
Garten.
Als ich einen Moment lang alleine war,
malte ich das, was ich gerade sah, im Garten bzw. was gerade vor mir
stand, und machte mit dem Pustefix immer wieder ein paar
Seifenblasen. Doch plötzlich hatte ich wieder starke Schmerzen, und
konnte nichts mehr sagen, und mich vor Schmerzen kaum mehr bewegen –
ich war so froh, dass Gunilla und die Ärztin sehr rasch zur Stelle
waren, und mich ins Zimmer begleiteten. Gunilla blieb bei mir, bis es
mir ein wenig besser ging.
Ich erzählte Gunilla von meinem Plan,
mal einen Kurzfilm aus meiner Geschichte zu machen. Sie fand, dass
das eine sehr gute Idee sei, und wir sprachen ein wenig darüber.
Nun gut, schlussendlich erzählte ich
ihr auch, dass ich am Liebsten wieder in meine Heimat zurückgehen
will, und dies leitete sie an meine Ärztin weiter. Am nächsten Tag
erzählte mir die Ärztin, dass sie alles dafür tun würde, dass
mein Wunsch auch schnellstmöglichst in Erfüllung gehen kann.
Eine Woche später kamen meine Eltern
zu Besuch, und dann klappte es endlich, dass ich zwar ziemlich
abgeschwächt, aber sehr glücklich, mit meinen Eltern zusammen das
KH verlassen durfte. Ich war froh, dass ich ein Tag vor der
Entlassung noch schöne und lustige Stunden mit Gunilla erleben durfte.
Schlussendlich versüßte Gunilla meine
gesamte Krankenhaus-Zeit. Sie ließ mich kurzweilig vergessen, dass
ich überhaupt im Krankenhaus lag. Nach jedem Dienstag fühlte ich
mich richtig glücklich und zufrieden.
Aber auch nach wie vor pflegen Gunilla und
ich einen herrlichen Kontakt via Whatsapp - und sobald ich wieder in
Berlin bin, werden wir uns wieder treffen, sei es zu einem Prosecco
in Kreuzberg, wo wir beide leben, oder zu einem unserer herrlichen
Dienstage!
Ich freue mich schon riesig auf diesen
Moment!
Unvergessliche, wunderbare Momente
bleiben.
(07.10.2015)
Thanks web for pics - thanks L for pics - some pics are mine!
Freitag, 2. Oktober 2015
Blind-Portraits | Ich bin Viele - ich bin Vielfalt
Blind-Portraits | Ich bin Viele - ich bin Vielfalt
Ich habe neulich einen 1,5 stündigen Erlebnis-Vortrag über *Kunsttherapie/ Kreativität und Lebendigkeit* gehalten - im Rahmen eines medizinischen Symposiums. Dort habe ich ein theoretisch-praxisreiches, interdisziplinär angelegtes Kunsttherapie-Konzept in einer Fachklinik vorgestellt.
Dazu animierte ich zum Dialog über Lebendigkeit, zeigte diverse Medien - eine Sprach-Audio-Aufnahme eines biographischen Patienten-Gespräches, ein Lied zum Mitsingen, einen Gedicht-Film.
einladen - ermutigen - inspirieren (nach Prof. G. Hüther)
Im zweiten Teil des Vortrages gab es auch ein Praxis-Setting - ausgehend vom Gedicht-Film habe ich mir das Thema *Leben ist Wandel - jedes Ich sucht ein Du* herausgepickt, und die TeilnehmerInnen erst sich selbst - blind, OHNE auf das Papier zu blicken - um sodann auch den Nachbarn - OHNE auf das Papier zu blicken - zu zeichnen. Jedes Porträt bekam einen schnell gewählten Titel - als einzelnes Wort oder auch ganzem Satz! Ganz nach Belieben!
Da ich den TeilnehmerInnen zeigen wollte, wie das konkret aussehen kann, hatte ich ein Blind-Portrait mit Edding (mit nur geringer Verschönerung) von mir vom Beginn des Tages mitgebracht. Das Experimentieren führte zu viel Lachen und Leichtigkeit.
Nun hatten die Dialog-Partner/ Nachbarn jeweils zwei Porträts vor sich - insgesamt vier mit auch jeweils einem Titel. Nun sollten sie sich anhand der Porträts mitsamt Titeln Gedanken machen, in welchen Film oder Buch sie denn zusammen spielen würden. Ich ermunterte sie, vor die TeilnehmerInnen nach vorne zu treten, um gemeinsam ihre brandneue Idee vorzustellen!
Bei einem Pärchen gab es statt einem Filmtitel einen Liedtitel! Künstlerische Freiheit begrüße ich immer!
In diesem Sinne möchte ich mich auch noch mal bei allen mutigen TeilnehmerInnen des Erlebnis-Vortrages bedanken!
Schön, dass Ihr da wart und mitgemacht habt!!!
+
Diese Porträts führe ich nun weiter - jeden Tag eines,
seit dem Vortrags-Tag am 25.09.2015.
Methodisches
Ich arbeite zuerst mit Ertasten des Gesichtes und auch Erfühlen, was an Stimmung und allerlei Merkwürdigkeiten in und an mir ist. Dann hurtig und mutig - in einem Schwung - OHNE NACHZUDENKEN und auch OHNE AUF DAS PAPIER ZU BLICKEN auf das Papier.
Das tut ungemein gut. Es gibt KEINEN LEISTUNGSANSPRUCH, nur die pure Freude am Tun.
Dann *verschönere* ich mit Aquarellstiften und Wassertankpinsel, mit wilden Ölkreiden und anderen Neonstiften. Alles relativ schnell und OHNE ZENSUR.
(Hier kann natürlich alles verwendet werden, was man zur Verfügung hat. Ich liebe Neon, weil es aus dem Bild *ausbricht*!)
Dann erfolgt noch ein Titel, den ich wiederum schnell und intuitiv wähle. Bloß nicht zu viel nachdenken - einfach machen! Was man sieht, schreibt man auf!
Ich liebe diese Herangehensweise!
Sie macht mich sehr frei! Ob gut oder schlecht, schön oder häßlich ist völlig egal! :)
Und das sind sie nun - meine *Gunillen und Lumis* - jeden Tag eine...mal sehen, wie lange ich das durchhalte...sie sind wunderbar skurril!
Was es bisher schon bewirkt hat
+
jeden Tag ein Selbst-Porträt - Ernstnehmen der Aufgabe, Erfahren von eigener Disziplin und Freude am wild-buntem Ergebnis - wie eine bunt-zusammengewürfelte Familie!
+
Vielfalt der verschiedenen Ausdrücke und ein Erspüren, wie viele unendliche Möglichkeiten es gibt, sich selbst zu erfahren und zu gestalten - allein mit dieser Methode.
+
Entdeckung der umfangreichen Sinnlichkeit des Gesichtes durch Ertasten und Erspüren - Ecken und Kanten, Weichheiten, Längen und Formen etc.
+
Es ist ein bißchen wie ein Orakel: Wenn morgens gemalt, zeigt es mir, mein Gestimmtsein für den Tag. Wenn Abends gemalt, zeigt es eine Art Stimmungs-Resümee des Tages.
+
Vielfalt an Poetischen Begriffen zum Weiterspielen - wegen der gefundenen Titel.
Daraus könnte ich Gedichte, Geschichten, Collagen-Serien uvam. gestalten.
---- Entdeckung eines nahezu unendlichen Möglichkeiten-Spektrums an Selbst-Ausdrücken!
*Ich bin das Alles und noch viel viel mehr...in mir steckt so viel...
Welch' ein Wunderwerk Mensch - Halleluja!*
Herzlich Ihre erfreute
Gunilla Göttlicher alias Lumi Divinior
+++
Die Blind-Portaits auf meiner flickr-Plattform
https://www.flickr.com/photos/125515881@N03/albums/72157659339250612
serie Blind-Portraits
Beginn: 25.09.2015
Edding, Aquarellbuntstifte/ Wassertankpinsel, Ölkreide und Neonstifte auf Kopierpapier.
Titel der Werke
+ GLOTZAUGE - 25.09.15
+ AUGENSCHLANGE - 26.09.15
+ INSELICH - 27.09.15
+ DIE SCHWIMMERIN - 28.09.15
+ LAUSCHER - 29.09.15
+ DRITTE LIPPE - 30.09.15
+ SCHMETTERLINGSSCHLAF - 01.10.15
Dank an Fr. G für die Vortrags-Bilder! Blind-Portrait-Bilder by me!
Samstag, 1. September 2012
Ästhetische Forschung | Qualifizierung für Kulturbeauftragte
KUNST training | coaching | therapie SPIEL
Ästhetische Forschung | Qualifizierung für Kulturbeauftragte
"Phantasie ist wichtiger als Wissen." (Albert Einstein)
+++Postbaustelle+++Postbaustelle+++Postbaustelle+++
Frei nach dem Motto...
"Man könnte sagen, dass das, was wir jetzt am dringendsten brauchen, genau wie zu Galileis Zeit nicht so sehr neue Fakten sind (davon gibt es genug, ja eine verwirrende Fülle auf allen Gebieten), sondern eine neue Art und Weise, diese Fakten zu betrachten und aufzunehmen. Eine neue Art des Sehens, verbunden mit einer neuen Art des Handelns - das ist es, was wir brauchen." (Teilhard de Chardin)
Die Essenz destillieren - das Wesentliche finden...
anhand Ästhetischer Forschung ...
(nach u.a. Keri Smith und Helga Kämpf-Jansen)
Praxis*
1. Schritt: Die TeilnehmerInnen auf den Workshop vorbereiten: Fragestellung + Objekt
bearbeiten und mitbringen
2. Schritt: Eine inspirierende Werkstattsituation initiieren, Materialien besorgen gestalten
3. Schritt: Einfühlsames Warming up für die TeilnehmerInnen
4. Schritt: Freies Arbeiten mit einer eigenen Fragestellung = Ästhetische Forschungsphase
5. Schritt: Präsentation (Performance, Installation etc.)
Resonanz*
6. Schritt: Sich-gegenseitig-Feedback-geben
Reflexion & Information*
Resonanz*
6. Schritt: Sich-gegenseitig-Feedback-geben
Reflexion & Information*
7. Schritt: Reflexion über Erfahrenes
Transfer*
Transfer*
8. ...Wirkung: Eine neue/ frische Sicht auf die Dinge...
*Dokumentation des ganzen Prozesses vom Anfang bis zum Ende...
Anhand von Digitalkameraphotos und persönlichen Notizen jeder Art in die schönen Notizheftchen!*
*Dokumentation des ganzen Prozesses vom Anfang bis zum Ende...
Anhand von Digitalkameraphotos und persönlichen Notizen jeder Art in die schönen Notizheftchen!*
Impressionen
Meine Sicht auf die gemeinsam erlebte "Ästhetische Forschung"
Die TeilnehmerInnen (TN) erscheinen alle gut vorbereitet, alle haben sie sich Gedanken um ihre besondere Tätigkeit in Bildungsprozessen gemacht, alle haben sich dazu nach einem besonderen Objekt umgesehen, das ihnen in der Ästhetischen Forschung die/eine Richtung vorgeben kann.
Motiviert machen sie beim Warming up mit, wählen sich zu ihrer besonderen Fähigkeit als Kulturbeauftragte 1-2 Bildmotive/ Wörter aus und bringen sie mit ihrem mitgebrachten Objekten in Verbindung. Das geschieht alles leicht und ohne Widerstand, als würden die TN dankbar und erfreut über die Erlebnisse als Reflexion im Rahmen eines künstlerischen Prozesses sprechen und reflektieren wollen.
Die Ästhetische Forschungsphase mit individuellen Handlungsstrategien und mit mannigfaltigen Materialien-Fundus (u.a. Mal-/ Moderations-/ Forschungs-Materialien) führte dann bald in die Präsentationsphase - und Vieles war und wurde möglich...Performances, Installationen, Kunstvermittlungstrategien etc.
Positive Gefühle und Gedanken wie Neugier/ Entdeckerdrang, Freude, Freiheit/ Autonomie und Weitblick, ebenso persönliche Sinnfindung wurden gespürt und als wertvoll betrachtet und bewertet. Daneben natürlich die unterschiedlichen Variationen der Reflexion - durch Moderation angeleitet - die aufgrund des öffnenden künstlerischen Prozesses möglich wurden - so konnten wesentliche Informationen destilliert werden, da die TN leiblich und damit ganzheitlich involviert zu neuen Erkenntnissen kommen konnten.
Eine wunderbar öffnende Erfahrung, die auch mich inspiriert, berührt und ergriffen hat...
Herzlich DANKE für diese Möglichkeit der Ästhetischen Forschung
sagt
Gunilla Göttlicher
Literatur-Inspirationen
+++ Keri Smith. Wie man sich die Welt erlebt - Das Kunst/ Alltagsmuseum zum Mitnehmen. 2011 +++ Helga Kämpf-Jansen. Ästhetische Forschung - Zu einem innovativen Konzept ästhetischer Bildung, 2001 +++ Ulrike Scheuermann. Das Leben wartet nicht - 7 Schritte zum Wesentlichen, 2011 +++ Jon Kabat-Zinn. Zur Besinnung kommen - Die Weisheit der Sinne und der Sinn der Achtsamkeit in einer aus den Fugen geratenen Welt. 2011 +++
pics by GG | thanks web for pics: fish, text designed by K. Smith
Montag, 21. Dezember 2009
"Gibt es ein Leben vor dem Tod?" - Training


Trainings-Beispiel: Workshop in der Diakonie | Altenpflegeklasse Dezember 2009


"Gibt es ein Leben vor dem Tod? Endlichkeit und Ängste"
Ein Selbsterforschungsseminar mit künstlerischen Mitteln
Von und mit GG | Yalom | Baer | Terenz u.a.
1. Vorbereitung auf das Thema: Was ist Endlichkeit/ Leben für mich?
2. Einführung mit Spiegel: JETZT!
3. Einstimmung mit Brief-Rezitation und Musik (Arvo Pärt "Spiegel im Spiegel")
4. Künstlerisches Forschen mit Therapeutischem Tryptichon (nach Baer)
5. ORT? INSTALLATION!
6. Sieh genau hin! + Feedback für die Anderen
7. Vorstellen des Kunstwerkes
8. Feedback
Stimmen aus dem Workshop:Ein Selbsterforschungsseminar mit künstlerischen Mitteln
Von und mit GG | Yalom | Baer | Terenz u.a.
1. Vorbereitung auf das Thema: Was ist Endlichkeit/ Leben für mich?
2. Einführung mit Spiegel: JETZT!
3. Einstimmung mit Brief-Rezitation und Musik (Arvo Pärt "Spiegel im Spiegel")
4. Künstlerisches Forschen mit Therapeutischem Tryptichon (nach Baer)
5. ORT? INSTALLATION!
6. Sieh genau hin! + Feedback für die Anderen
7. Vorstellen des Kunstwerkes
8. Feedback
Thomas G./ 21 schrieb: "Es war eine tolle Erfahrung die jeder einmal machen sollte. Ich fand es extrem aufschlußreich durch kreatives Gestalten etwas über sich selbst zu erfahren. Was ich wichtig bei dieser Stunde finde, ist offen an das Ganze heranzugehen. Besonders beeindruckend fand ich Gunillas gesamte Art. Der ganze Optimismus und Spass an der "Arbeit" ist einfach phänomenal. Ich selbst gehe extrem motiviert aus der Stunde und fühle mich offen für alles. Leider wurde alles nur sehr kurz angeschnitten und ich hätte gerne noch mehr gesehen an der gesamten Art, Techniken und auch Emotionen."
Andrea G./ 20 schrieb: "War echt eine tolle Erfahrung. Einmal über das Thema kreativ zu reden und umzusetzen hat echt großen Spass gemacht. Vor allem, du hast es gut rüber gebracht. War klasse...Mach weiter so!!! Und komm wieder vorbei. Danke."
Julia/ 22 schrieb: "Liebe Gunilla, ich fand die Stunden bei dir sehr schön. Es hat mir sehr gut gefallen, mal anders an dieses Thema heran zu gehen. Es war wirklich eine Erfahrung wert. Vielleicht sieht man sich mal wieder, würde mich freuen!"
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+++ Von Fischen +++ by Gunilla Göttlicher
Fische
schwimmen im Wasser
hin und her
wenn ein Angelhaken kommt
denken sie ersteinmal
über dessen
tieferen Sinn
nach
Erinnerung an Finnland, 2009


























